Green Logistics Target Costing


 



Projekt


Ausgangssituation:

Kunden stellen zunehmend ökologische Anforderungen an Unternehmen. Vor allem die "grüne" Gestaltung logistischer Systeme bereits in der Produktentwicklung birgt hohe und bisher wenig genutzte Potenziale zur ökologieorientierten Gestaltung der gesamten Wertschöpfungskette. Um Produkte mit Leistungsanteilen einer "grünen" Logistik entsprechend der Kundenwünsche zu gestalten, müssen die damit verbundenen Kundennutzen bekannt sein. Überwiegt der Nutzen der ökologischen Produkteigenschaft den Preis, sind Kunden bereit, das Produkt zu erwerben. Die Herausforderung für Unternehmen besteht darin, den Aufwand für die Realisierung der ökologischen Produkteigenschaften relativ zu dem Kundennutzen zu steuern. Die Zusammenführung der Produkteigenschaften, deren Kundennutzen und deren Umsetzungsaufwand wird durch die Target-Costing-Methode ermöglicht.


Problemstellung:

Bisher ist unbekannt, wie hoch Kunden die Bedeutung der zusätzlichen Produkteigenschaft "grüne Logistik" im Vergleich zu technischen Funktionen einschätzen, was diese Funktion kosten darf und welche Emissionen durch welchen Bestandteil der Logistik aus Kundensicht akzeptabel sind. Ein geeignetes Verfahren um die offenen Fragen bezüglich "grüner" Logistik, soll daher im Forschungsprojekt erarbeitet werden.


Projektziel:

Ziel des Forschungsvorhabens ist es eine Methodik zur kundenorientierten, grünen Gestaltung von Logistikprozessen im Rahmen der Produktentwicklung zu konzipieren.


Branchenfokus:

Innerhalb des Projekts werden die Branchen Maschinenbau und chemische Industrie betrachtet. Im Fokus stehen sowohl branchenübergreifende Gemeinsamkeiten grüner Logistik, als auch branchenspezifische Besonderheiten.


Projektvorgehen:

Die zu entwickelnde Methodik gliedert sich in vier Methodenbausteine (MB). 

GTC_Projektvorgehen

Der erste Methodenbaustein (MB 1) beinhaltet die Identifizierung der Einflüsse der Logistik auf die Ökologie und der Ermittlung der Zahlungsbereitschaft der Kunden für ökologisch ausgerichtete Produktmerkmale. Für den zweiten Methodenbaustein (MB 2) soll eine Methode zur Zielkostenspaltung entwickelt werden. Im dritten Methodenbaustein (MB 3) wird eine Optimierung der Kosten und Emissionen ermöglicht. Der vierte Methodenbaustein (MB 4) stellt ein Monitoring-Konzept dar, das die permanente Überwachung und Verbesserung im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses ermöglicht.


Geplante Ergebnisse:

  • Katalog mit Standardkosten und -Emissionen extra- und intra-logistischer Prozesse,

  • Branchenspezifisches Instrument zur Abfrage der Bedeutung wahrgenommener "grüner" Eigenschaften von Logistikprozessen,

  • KMU-taugliches Instrument zur Ermittlung von Allowable Costs und Emissions sowie von Drifting Costs und Emissions im Rahmen des Target Costings,

  • Möglichkeit zur Analyse und Ermittlung von Handlungsalternativen zur Optimierung der Kosten- und CO2-Allokation innerhalb der Logistikprozesse,

  • Vorgehen zur dauerhaften und kontinuierlichen Verbesserung der "grünen" Logistik,

  • Softwarebasiertes Tool zur Implementierung der entwickelten Instrumente und Methoden.


Laufzeit:

Das Projekt startete am 01.04.2010 und endet am 31.03.2012.


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